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Alter Rechner wird zur MP3-Anlage

Im folgenden "Mod" möchte ich euch zeigen, wie ihr einen alten Rechner, der nicht mehr gebraucht wird, in eine coole MP3-Anlage verwandelt.

Das ist ein alter Serverrechner aus einem Firmennetzwerk, den ich mit ein paar netten Worten abstauben konnte. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an diese Firma ;-))

Es handelt sich um einen PII mit 350Mhz, 64MB RAM, 4GB HDD, etc. Ein PII reicht vollkommen für MP3's abspielen aus. Das Gehäuseformat eignet sich natürlich am besten für solch ein Projekt, da der Rechner ja wahrscheinlich mit ins Hifi-Rack soll.

Wie man sieht, haben sich einige Jahre Raucherbüro in das Gehäuse gefressen *g*

Deshalb wir das Gehäuse erst mal gereinigt und dann in schwarz lackiert, damit es sich auch farblich ins Rack integrieren lässt. Wer pink oder lila will: Bitteschön! Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt :-()

Als erstes habe ich mir Acryllack aus dem nächsten Sonderpostenmarkt geholt. Der sieht so aus:

Dieser Lack ist sehr günstig und qualitativ vollkommen ausreichend.

Zuerst wird dann der grobe Dreck auf dem Gehäuse in der Badewanne abgeschrubbt. Dann alles gut abtrocknen. Jetzt bearbeitet ihr alle zu lackierenden Teile mit Sandpapier. Damit raut ihr die Flächen gut an, damit der Lack gut haften bleibt.

Zum lackieren geht's dann in die Garage oder bei gutem Wetter nach draußen! Auf keinem Fall im Haus lackieren, da der Lackdampf dann nicht abziehen kann!


Das müsst ihr beim Lackieren beachten:

- Mindesttemperatur: 8-10°C

- Nur draußen oder in geöffneter Garage lackieren, damit die Dämpfe abziehen können

- ca. 20-30cm Abstand zwischen Spraydose und Gegenstand halten

- Einatmen der Dämpfe vermeiden

- Bei größeren Flächen einmal waagerecht und einmal senkrecht lackieren, d.h. im

  Schachbrettmuster

- ca. 24h trocknen lassen


Das Ergebnis sah dann so aus:

Für meine erste Lackierung ganz gut gelungen finde ich.

 

Natürlich musste auch etwas an der Hardware gemacht werden. Zuerst musste ein CD-ROM Laufwerk her. Ich hatte noch ein 12-Fach liegen, das genügt völlig zum Audio-CD abspielen.

Da die Schächte noch für die alten 5 1/4 Diskettenlaufwerke gebaut sind, musste ich sie etwas mit dem Dremel erweitern. Ich schliff einfach etwas an der Plastikfront herum, bis das Laufwerk endlich hineinpasste. Natürlich wurde die Laufwerksfront dann auch schwarz lackiert.

Dann habe ich noch den Arbeitsspeicher auf 128MB RAM aufgerüstet, denn den Speicher hatte ich auch noch über. 

Eine Soundkarte war auch nicht drin. Dank des etwas betagten Boards konnte ich meine alte, aber sehr hochwertige ISA-Soundkarte verwenden.

Zum Musik aufspielen fehlte natürlich auch noch eine Netzwerkkarte, da ich meine ganze CD-Sammlung bereits auf meinem normalen Rechner digitalisiert habe. Da es ein Serverrechner ist, ist auch eine Netzwerkkarte drin gewesen, allerdings gab es keinen Treiber mehr dazu. Ich baute also eine aus meiner Teilesammlung ein, wozu ich noch einen Treiber hatte. 

Zum speichern der Musik braucht man natürlich auch ne Menge Platz. Da ist es wohl klar, dass man mit 4GB nicht weit kommt. Die einzige nötige Investition war also eine zweite Festplatte. Eine 40 GB konnte ich günstig bei Ebay ersteigern, 5400 Umdrehungen reichen vollkommen aus für Musik. Außerdem macht eine langsamere Platte auch nicht so viel Lärm.

Das war's auch schon. Mehr will ich daran vorerst nicht modden, da der Server erstmal für den Partykeller dient und möglichst unauffällig in die Hifi-Anlage integriert werden soll.

Falls ich doch noch was dran verändere, wird dieser Bericht natürlich aktualisiert.

 

Anschluss an die Anlage / Inbetriebnahme 

Zum Anschluss an die Anlage benötigt ihr folgendes Kabel:

1x 3mm Klinke Stereo auf 2x Cinch

Dieser Klinke-Stecker kommt in den Ausgang der Soundkarte.

Diese beiden Cinch-Stecker kommen in den Eingang des Verstärkers von der Hifi-Anlage.

Meistens heißt dieser Eingang AUX, PHONO oder VIDEO. Der rote Stecker für den rechten Kanal kommt in die rote Buchse und der weiße für den Linken Kanal in die weiße Buchse.

Wenn ihr dann eine MP3-Datei abspielt und den Verstärker auf AUX, PHONO oder eben auf VIDEO eingestellt habt, sollte der Sound in guter Qualität aus euren Boxen erklingen!

Ein gutes und einfaches Programm zum Abspielen von MP3's ist Winamp. Für ältere Rechner sollte man die 2.65-Version nehmen, denn diese ist wenig anspruchsvoll.

Ihr könnt Winamp HIER downloaden.

Ich persönlich bevorzuge allerdings BPM Studio 4 Profi. Das ist ein professionelles DJ-Programm mit Fade-Funktionen und Effekten. Das ist natürlich auch keine Freeware und ich kann es hier nicht zum Download anbieten!

Hier seht ihr mal ein Bild von der Programmoberfläche:

Viel Spaß!

LED Mod

In einer anderen Anleitung habe ich eine LED Beleuchtung eingebaut.

 

Für eventuelle Schäden hafte ich nicht!

Wenn ihr Fragen habt schreibt mir einfach eine Mail!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© 2005

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by Nils Jansen