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Testbericht
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teufel Motiv 3 Sourroundsystem

Zuerst bedanke ich mich recht herzlich bei Lautsprecher Teufel aus Berlin für die freundliche und schnelle Bereitstellung des Testexemplars!

 

Heute stelle ich euch ein brandneues Heimkinosystem aus dem bekannten Hause Teufel vor. Es handelt sich um das Motiv 3, welches mit sehr kompakten Abmaßen aufwartet und dennoch klangtechnisch gewohnt überzeugen soll.

Das Motiv 3 Surroundsystem wird in einem stabilen Karton geliefert:

Die einzelnen Komponenten sind gut geschützt in einzelnen Styroporlagen untergebracht: 

 

Lieferumfang

- 5x Satellit MO 3 FCR, schwarz

- 1x Subwoofer A 300 SW, schwarz

- 5x MO 3 TP Tischfüße für Satelliten

- 5x Metallprofil inkl. Schrauben für Satelliten

- 1x Kaltgerätekabel

- 1x Bedienungsanleitung

 

Produktbezeichnung

Teufel Motiv 3

Preis

€ 499

im Test verwendetes Kabelset: Typ1 - € 70

 

Technische Daten

 

MO3 FCR
Belastbarkeit nach IEC-Norm Long Term 50 Watt
Belastbarkeit nach IEC-Norm Short Term 70 Watt
geeignet zum Anschluss an Verstärker
mit einer Impedanz von
4 Ohm
akustisches Prinzip Geschlossen
empfohlene Mindest-Verstärkerleistung 20 Watt
Abmessungen (BxHxT) 11 x 11 x 13 cm
Sonstiges Magnetischer Tischfuß im Lieferumfang

 

 

A 300 SW
Sinus-Ausgangsleistung 110 Watt
Musik-Ausgangsleistung 150 Watt
Akustisches Prinzip Geschlossen
Eingangspegelregler Ja
Abmessungen (BxHxT) 28 x 26,5 x 32 cm
magnetisch abgeschirmt Ja

Cinch-Vorverstärker-Eingang für Verstärker/Receiver mit Subwoofer-Vorverstärkerausgang, Phasenumkehrschalter, Gewicht: 8,9 kg

 

Einleitung

"Die Reaktion auf Motiv 3 ist immer gleich: Dieses Lautsprechersysten erzeugt ein wohlwollendes Lächeln beim Betrachter. Denn die zentralen Elemente dieses Sets sind fünf aparte kleine Satelliten in Kugelform, unterstützt von einem knuffigen Mini-Subwoofer.

Doch lassen Sie sich von der freundlichen Anmutung nicht täuschen - das Motiv 3 ist akustisch in jeder Hinsicht ernst zu nehmen! Ein echtes Teufel-Set eben.

Verantwortlich für den verblüffend guten Klang der kleinen Kugeln aus hochglänzendem Stahlblech ist ein 80 mm-Vollbereichstreiber der Spitzenklasse. Dieses Chassis vermag nahezu den kompletten Frequenzbereich gleichberechtigt abzubilden.


Bis auf den tiefsten Bass natürlich. Aber hier kommt der A 300 SW ins Spiel: ein ultra-kompakter Subwooferblock mit 200 mm Membran, angetrieben von 150 Watt satter Verstärker-Power.
Zusammen bilden die beiden Elemente ein Heimkino-System, das sich in Räumen bis 20 qm pudelwohl fühlt.

Die Satelliten können an der Wand oder auf Ständern platziert werden, machen aber auch auf dem clever konzipierten, weil magnetischen Tischfuß (im Lieferumfang) eine gute Figur. Und der kleine Sub findet nahezu überall im Zimmer ein Zuhause."


Der Aufbau

Das Motiv 3 ist nur für den Betrieb an einem Receiver gedacht, nicht für den direkten Anschluss an einen Computer. Das wird unter anderem bei der genaueren Betrachtung des Subwoofers klar. Er besitzt einen Mono-Chinch Eingang um die vorverstärkten Signale zu empfangen und einen Powerschalter, einen Phasenumkehrschalter sowie einen Lautstärkeregler zum Abstimmen der Basslautstärke.

Hier die Rückseite des Subwoofers:

Mit dem mitgelieferten Kaltgerätekabel wird das Motiv 5 mit Spannung versorgt. Über einen Powerschalter lässt sich der Subwoofer komplett abschalten.

Nun komme ich abschließend noch zu den kleinen Schiebeschaltern:

Mit dem oberen wird die Betriebsart gewählt. OFF für den Standbymodus, AUTO für automatisches Einschalten bei eingehendem Signal einer Audioquelle und ON für Dauerbetrieb. Der untere Schalter ist der Phasenschalter. Bei einer Subwooferposition zwischen den Frontlautsprechern wird 0°, bei einer Position in der Nähe des Hörplatzes 180° empfohlen. 

 

Der Subwoofer passt optisch gut zu den Satelliten. Er besitzt abgerundete Ecken und Kanten und wurde mit schwarzem Klavierlack überzogen, in dem sich die Umgebung spiegelt. Und er ist gar nicht so Fingerabdruck empfindlich wie zunächst gedacht. Bei der Verkleidung des Woofers wurde die Rundlichkeit der Satelliten wieder aufgenommen, denn das ähnlich strukturierte Gitter ist nach außen gewölbt.

Der glänzende Teufel-Schriftzug rundet das Design edel ab.

Hier sieht man den Schriftzug noch mit der originalen Schutzfolie:

Wie man auf dem oberen Bild gut erkennen kann, ist die glänzende Oberfläche auch ziemlich Kratzerempfindlich. Man sollte also nichts darauf abstellen oder seine Kinder mit den Spielzeugautos darüberfahren lassen, dann würde man nicht lange Freude an der Optik haben.

Eine Fernbedienung ist beim Motiv 3 nicht nötig, da die Lautstärke ja über den Receiver gesteuert wird.

"Obwohl kompakt im Format, besticht der Motiv 3-Subwoofer A 300 SW durch extreme Leistungsfähigkeit. Verantwortlich dafür zeichnet der durch einen 150 Watt-Verstärker unbarmherzig angetriebene, 200 mm durchmessende Langhub-Tieftontreiber mit besonders verlustarmer Aufhängung.
Das Ergebnis: besonders impulsive, knackige, saubere Basswiedergabe."


Kommen wir zu den Satelliten. Mit ihrem kugeligen Retro Design erinnern Sie mich irgendwie an den Stil der 70er Jahre. Dadurch sehen Sie originell aus und unterscheiden sich von ihren Artgenossen. Das Gehäuse besteht aus lackiertem Stahlblech. Vorne ist das Boxengitter eingefasst von einem verchromten Ring, welches die Kugelform des Gehäuses fortführt. Auf jedem der Satelliten finden wir typischerweise den Markennamen eingelassen.

Gut durchdacht scheinen mir die mitgelieferten Magnetfüße. 

Oberseite:

Unterseite:

Diese haften an dem Gehäuse dank des Einsatzes von Stahlblech und somit lassen sich die kompakten Kugeln in nahezu jeder Position auf den Füßen anbringen. Dann stehen Sie sehr stabil und gut entkoppelt. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Ausrichtung der Satelliten:

Auf der Rückseite findet man hochwertige vergoldete Schraubanschlüsse vor:

Ebenfalls lassen sich daran die mitgelieferten kleinen Profile mit Hilfe einer Schraube anbringen, was einem eine leichte Wandmontage ermöglicht. Allerdings kann der Satellit dann nicht geschwenkt werden.

Wer die kleinen Satelliten sieht, erwartet zunächst kein großartiges Klangerlebnis. Zudem diese auch noch 1-Weg Lautsprecher sind...hat nicht sogar jeder X-beliebige Lautsprecher aus dem Kfz-Zubehör für 20 Euro 3-Wege?

...Soweit richtig. Allerdings wird beim MO 3 FCR der komplette Frequenzbereich von 120 - 20.000Hz abgebildet. Daher ist die Aufteilung auf Hoch- und Mitteltöner überflüssig. Alle Frequenzen werden allein von dem 80mm Chassis wiedergegeben. Verantwortlich dafür zeichnen die extrem leichte NAWI-Zellulose-Membran, das verzerrungsarme Neodymium-Magnetsystem und der technische Kunstgriff, die Gewebe-Dustcap als Hochton-Kalotte fungieren zu lassen.

"Akustisch brilliert der MO 3 FCR durch eine ausgeprägte Räumlichkeit aufgrund gleichmässiger Schallabstrahlung und eine stupende Stimmenwiedergabe. Eben weil bei einem 1-Wege-System keine Trennung zwischen Hoch- und Mitteltöner im sensibelsten Bereich des menschlichen Gehörs erfolgen muss. Lediglich ein akribisch angepasstes Sperrkreis-Filter zur perfekten Glättung des Breitband-Frequenzganges sorgt für eine akustische Optimierung der Chassis-Eigenschaften."


Das Motiv wird ohne jegliche Verbindungskabel ausgeliefert. Man kann aber ein passendes Kabelset dazubestellen, z.B. das hier verwendete Typ 1:

Dieses Set beinhaltet:

- 10x vergoldete Bananenstecker

- 1x Mono Chinchkabel vergoldet 2,5m

- 30m Lautsprecherkabel 2 x 2,5mm²

Der Hersteller hat sich deshalb für eine Trennung von Boxen und Kabeln entschieden, da viele Kunden auch schon eigene Kabel besitzen und nur noch die Boxen benötigen, die sie dann ohne Kabelsatz kostengünstiger erhalten können. Wie ich finde, eine gute Idee. Wer noch Kabel benötigt, findet diese sicher auch einige Euro günstiger beim Discounter, allerdings macht es in meinen Augen wenig Sinn, bei einem höherklassigen System am Preis und somit der Qualität der Kabel zu sparen. 

Durch die Lieferung des Lautsprecherkabels an einem Stück kann man die Länge der Zuleitungen anhand der Standorte der Satelliten selber bestimmen.

Die Aufstellung

Hier ist das Grundschema für den korrekten Aufbau des Heimkinosystems Motiv 3 im Wohnzimmer:

Das Motiv 3 ist optimal für Räume bis 20 Quadratmeter geeignet. 

Der Klang

Getestet wurde das System mit normalem Fernsehton, mit Musik- sowie Film-DVD's und normalen CD's. 

Wie gesagt, auf den ersten Blick vermutet man hinter dem Motiv 3 eher ein Designobjekt, welches auch Ton wiedergeben kann. Man vermutet nicht, dass in den kleinen Kugeln mehr steckt als die Abmaße besagt. Auch diesmal habe ich das Motiv 3 an ein paar Tagen an meinem Sony Receiver getestet. Und ich war schon wieder angetan von dem System. Egal welches Produkt ich von der Firma Teufel unter die Lupe nehme - jedes mal bin ich wieder überzeugt und positiv überrascht. Der klein gebaute Subwoofer generiert tatsächlich kräftige und trockene Bässe wie versprochen und lässt sich in der Intensität nach Belieben regeln. Auch bei Special Effects in Militärfilmen ist er nicht überfordert. Besser geht zwar immer, aber einen besseren Subwoofer mit diesen kompakten Abmaßen in der Preisklasse habe ich noch nicht gesehen. Auch die Satelliten bieten eine klare Klangwiedergabe. Höhe Töne werden ebenso gut zur Geltung gebracht wie die mittelhohen, was bei einem Breitbandlautsprecher nicht unbedingt zu erwarten ist. Ebenfalls erhält man eine saubere Sprachwiedergabe.

Sonstiges

Übrigens ist Teufel so von seinen Produkten überzeugt, dass man auf jedes Boxensystem 12 Jahre (!) Garantie hat. Das ist heutzutage eine echte Ausnahme und ein großer Vorteil für den Kunden.

+ schicke Optik dank Klavierlack +

+ schickes Retro-Design +

+ Klangvolle Satelliten mit Breitbandtechnik +

+ sehr kompakter und dafür leistungsfähiger Subwoofer +

+ lange Garantiezeit +

- Oberflächen kratzempfindlich -

 

 

Das Fazit fällt kurz und knackig aus. Auf den Punkt gebracht empfiehlt sich das Motiv 3 jedem, der ein klangstarkes Heimkinosystem mit möglichst kompakten Abmaßen sucht. Es ist eben manchmal praktisch, keine großen Standsäulen, sondern kleine Satelliten zu haben, die sich z.B. im Wohnzimmerschrank integrieren lassen. Für den kleinen Subwoofer muss man auch nicht erst eine ganze Ecke leerräumen, er versteckt sich z.B. unter einem Tisch oder hinter einem Blumentopf. Das heißt aber nicht, dass sich das Motiv 3 nicht sehen lassen kann. Die Satelliten kommen im kugelrunden Retrodesign daher und der Subwoofer ist mit edlem Klavierlack überzogen. Und nicht nur das Design stimmt. Das kleine Surroundsystem braucht sich auch klangmäßig nicht verstecken. Der Subwoofer mit Langhubtreiber und verlustarmer Aufhängung generiert saubere, kräftige Bässe und die kleinen Satelliten liefern mit ihrem Vollbereichs-Chassis ein originalgetreues Klangbild ab. Zu haben ist das Motiv 3 für 499 Euro, allerdings exklusive der Lautsprecherkabel.

Bestellen könnt ihr dieses und andere Boxensysteme nur direkt bei Lautsprecher Teufel:

Das Motiv 5 hat sich diesen Casemodding Palace Award wirklich verdient:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© 2005

www.casemodding-palace.de

by Nils Jansen