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LED's
Allgemein
LED ist die Abkürzung für Licht Emittierende Diode.
Das heißt, dass die Diode bei Elektronen bzw. Stromfluss Lichtenergie abgibt.
LED's sind sehr langlebig, weil sie keinen Glühdraht besitzen, der durchbrennen
kann. Deshalb werden LED's gerne als Kontrollleuchten eingesetzt. Noch ein
Vorteil der LED's ist der sehr niedrige Stromverbrauch.
rote LED,
3mm
Anschluss
Normale LED's haben 2 Beinchen. Der Pluspol ist immer das längere der
beiden, der Minuspol folglich das kürzere. Jede LED besitzt bestimmte
Spannungs- und Stromverbrauchwerte. Bei Reichelt kann man diese für die meisten
LED's in den Online-Datenblättern erfahren.
Wenn man keine Werte für die LED hat, sollte man sich auf diese
Durchschnittswerte beziehen:
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Farbe
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U in V
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I in mA
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Rot
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1,9
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20
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Orange
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2,0
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25
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Gelb
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2,0
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25
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Grün
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2,2
|
20
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Blau
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3,5
|
20
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Weiß
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3,5
|
20
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Natürlich muss man einen Vorwiderstand verwenden. Für den Betrieb einer LED
verwendet man meistens einen Kohleschicht- oder Metallwiderstand. Der Widerstand
wird vor oder direkt an den Pluspol der LED gelötet.
Weitere Infos zur Berechnung hier
Reihenschaltung
In einer Reihenschaltung werden alle LEDs hintereinander betrieben. Also
wird ein (Plus-)Pol immer an den (Minus-)Pol der nächsten LED angeschlossen. Im
Prinzip verhalten sich alle LEDs in dieser Schaltung wie eine "große
LED". Sind also 5 LEDs mit einer Spannung von jeweils 2,4V in Reihe
geschaltet, ergibt dies eine benötigte Versorgungsspannung von 12V. Die Reihe
kann also an eine 12V - Quelle ohne Widerstand angeschlossen werden.
Empfehlenswert ist grundsätzlich, immer eine LED "zu viel" mit in die
Reihe zu integrieren, um Spannungsschwankungen auszugleichen. Dies ist vor allem
im PKW nötig, um eine lange Lebensdauer der Dioden zu gewährleisten. Übrigens
ist eine Reihenschaltung von LEDs wesentlich effizienter als eine
Parallelschaltung, da letztere weniger Energie benötigt. Die Widerstände
"verbrennen" einen großen Teil der Energie regelrecht durch Wärmeentwicklung.
D.h. je weniger Widerstände benötigt werden, desto höher die Effizienz.
Entgegen der weit verbreiteten Meinung, können auch LEDs mit verschiedenen
Betriebsspannungen in Reihe geschaltet werden.
Löten
Beim Löten muss beachtet werden, dass die LED beschädigt werden kann, wenn der
LED-Chip zu lange zu hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Die Entfernung vom Lötpunkt
zum LED-Kopf muss mind. 3mm beragen. Diese Stelle wird durch die "Lötmarkierung"
gekennzeichnet. Sie macht sich durch eine leicht verbreitete Stelle am
LED-Beinchen kurz nach dem LED-Kopf bemerkbar. Als Richtwert gilt: Nicht länger
als 3 Sekunden über 250°C an dieser Stelle.
LEDs mögen´s kalt
Eine LED sollte nicht an zu warmen Orten angebracht werden. Die meisten Dioden
halten einer Temperatur von bis zu 100°C kurzzeitig stand. Jedoch gilt, je
niedriger die Temperatur, desto höher die Lebensdauer (ähnlich einer CPU). Große
Temperaturschwankungen beeinflussen die Lebensdauer ebenfalls negativ. Als
Unterbodenbeleuchtung in der Nähe eines Auspuffs hat die LED also nichts
verloren.
Warum LED's?
Geht man davon aus, dass sich die LEDs entwickelt wie in den letzten Jahren
auch, dann wird diese die Glühbirne innerhalb der nächsten 20 Jahren ablösen.
Durchschnittlich alle 10 Jahre verzehnfacht sich die Effizienz der LED. Das
bedeutet zehn mal höhere Lichtausbeute bei gleich bleibender Energiezufuhr.
Momentan werden noch ca. 100 weiße LEDs der hellsten Sorte benötigt um die
Helligkeit einer Glühbirne zu erreichen. Aber selbst bei geringerer Helligkeit
hat die LED schon große Chancen, da viele Clustermudelle (mehrere LEDs in einem
Lampensockel) bereits jetzt auf dem Markt sind und beginnen die konventionellen
Lampen abzulösen.
Vor allem die Automobil und Verkehrindustrie nutzen die Vorteile der LEDs
bereits jetzt. So findet man immer häufiger Ampeln mit 10mm und 5mm LEDs bestückt,
oder auch Rückscheinwerfer der neueren Fahrzeuggeneration blenden den
Hintermann mit LED-Optik.
Vorteile
- Sinkender Preis / Steigende Leistung
- Energiesparend & hohe Effizienz
- Kleine Abmessung
- Direkte Farbausgabe ohne Farbfolien o.ä.
- Alle Lichtfarben möglich
- Verliert kaum Wärmeenergie
- Unempfindlich gegen Erschütterungen
- Hohe Lebensdauer der LEDs
- Keine Wartungskosten
- Erzeugt keine UV Strahlung
- Absolut Geräuschfrei
- Nahezu kein Auswechseln der LED nötig
- Benötigt keine Fassung
- Effizienz lässt sich noch weit steigern
- Dimmung der LEDs möglich
- Große Auswahl an Farben, Helligkeit, Größe usw.
- Geringer Materialverbrauch bei der Herstellung
- Einfacher Einsatz im Tuning / Moddingbereich
- Kaum techn. Kenntnisse nötig
Nachteile
- Vorwiderstand wird benötigt
- Hitzeempfindlich (ab 100°C)
- Weiße LEDs färben sich bläulich
- Teilweise hohe Stückkosten
Wissenswertes
Lichtstärke (cd, mcd)
Die Abkürzung mcd steht für milli Candela. Sie ist ein Indikator für die
Helligkeit einer LED oder überhaupt eines leuchtenden Objektes. Grob gesagt: 1
cd (bzw. 1000mcd) entspricht etwa der Helligkeit einer Kerze (engl. Candel). Als
kleiner Vergleich: Eine 100 Watt Glühbirne liefert ca. 1 100 000mcd (1100cd).
Derzeit würden also ca. 100 Weiße LEDs der hellsten Art (kugelförmig
angeordnet) benötigt werden um die Helligkeit einer 100 Watt Glühbirne zu
erreichen.
Lichtfarbe (nm)
Die Farbe einer LED wird meistens in einer Wellenlänge angegeben. Die Wellenlänge
(Symbol Λ (Lamda))
beschreibt den Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden in Phasen
schwingenden Punkten einer Welle. Dieser Abstand wird in nm (Nanometern)
gemessen. Die sichtbaren Regenbogenfarben nehmen in Ihrer Wellenlänge von Rot
nach Blau ab. Der Sichtbare Bereich liegt zwischen knapp 370 nm (violett) und
750 nm (rot).
Farbtabelle
| Infrarot |
780-3 k nm |
Unsichtbar |
| Rot |
625-740 nm |
#DF0000 |
Sichtbar |
| Orange |
590-625 nm |
#FF8000 |
| Gelb |
565-590 nm |
#FFFF00 |
| Grün |
520-565 nm |
#00FF00 |
| Türkis |
500-520 nm |
#00D4D4 |
| Blau |
450-500 nm |
#0000FF |
| Lila |
430-450 nm |
#0000AF |
| Violett |
380-430 nm |
#50007F |
| UV-A |
380-315 nm |
Unsichtbar |
| UV-B |
315-280 nm |
Farbtemeperatur (°K)
Die Farbtemperatur wird in Grad Kelvin (°K) angegeben. Diese Einheit ist überwiegend
bei weißen LEDs zu finden, da diese keine Wellenlänge haben. Weiß ist
bekanntlich keine Farbe, sondern eine totale "Reflektion" aller
Spektralfarben des Lichts. Bei LEDs ist es natürlich keine Reflektion, sondern
eine Ausgabe aller Spektralfarben (entweder durch eine Mischung mehrerer Farben
oder durch eine teilweise Umwandlung von blauem in gelbes Licht).
Die Farbtemperatur ist ein Vergleichswert. Sie wird mit dem Glühen eines
schwarzen Körpers (Titan) verglichen. Schwarz hat also die Temperatur 0°K
(-273°C). Bei leichter Erwärmung strahlt der Körper im Infrarotbereich, was
der Grund dafür ist, dass wir hier noch keine Wärmeentwicklung mit dem bloßen
Auge erkennen können. UV Licht wird von der Augenliste verschluckt. Bei einer
weiteren Erhitzung kann ein Körper die Farben Rot, Gelb, Weiß und sogar Blau
annehmen. Wenn also bei einer weißen LED eine Farbtemperatur von 10 000°K
angegeben ist, heißt das nichts anderes, als dass ein Titankörper 10 000°K
heiß sein müsste, um diese "Farbe" auszustrahlen.
Lichtstrom (Lumen)
In Lumen wird die gesamte Lichtleistung eines Leuchtobjekts bezeichnet, unabhängig
von dessen Leuchtrichtung. Der Lichtstrom ist die Leistungseinheit im
lichttechnischen Maßsystem.
1lm = Beleuchtungsstärke von 1lx.
z.B. 100Watt Glühlampe: 1600lm
Beleuchtungsstärke (Lux)
Ein Lux entspricht der Lichtstärke, die eine Kerze in einer Entfernung von
einem Meter erzeugt. Trifft ein Lichtstrom (1 Lumen) gleichmäßig auf eine Fläche
von 1m², so entspricht dies einer Beleuchtungsstärke von 1Lux
1 lx=1 lm/m2
z.B. Heller Sonnenschein: 100 000 Lux, Büroraum: 400 Lux, Vollmondnacht: 0,2
Lux

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